In den letzten Jahren wählen immer mehr Menschen in der Fastenzeit das Motto „Plastikfasten“. Also zu versuchen, beim Einkaufen nicht mehr so viel Plastikmüll mit nach Hause zu schleppen. Das passt super zum Klimafasten, denn schließlich werden für die allgegenwärtigen Plastikverpackungen Rohstoffe und Energie verbraucht. Ganz Mutige versuchen es sogar mit Zero Waste, also sie wollen gar keinen Müll mehr produzieren. Der BUND ruft für 2021 zur Plastikfastenzeit auf, hier gibt es viele spanndende Tipps und Infos: https://www.bund.net/themen/chemie/achtung-plastik/plastikfasten/

Wenn man so durch unsere Supermärkte wandert, fällt einem schnell auf, dass da nicht mehr viel übrig bleibt, was man kaufen kann. Fast alles ist in Plastik verpackt. Und selbst Glasverpackungen sind wegen des hohen Gewichts zumindest bei langen Transportwegen keineswegs umweltfreundlicher! Mal eben 40 km fahren zum nächsten Unverpackt-Laden (vor allem wenn mit ÖPNV nur als Tagesreise erreichbar) macht auch keinen Sinn. Ein paar frische Nahrungsmittel kriegt man vielleicht vom Bauern im Nachbardorf, aber dann wird es schon schwierig. Aber das heißt natürlich nicht, dass man gar nichts tun kann. Hier ein paar Vorschläge um sich auf den richtigen Weg zu begeben:

  • Obst und Gemüse ohne Tüte oder im wiederverwendbaren Säckchen abwiegen und kaufen
  • Produkte mit Mehrfachverpackungen meiden (z.B. kleine Gumminbärentütchen in großer Gummmibärentüte)
  • Produkte meiden, bei denen verschiedene Plastikarten in der Verpackung verwendet werden (lassen sich nicht gut recyceln)
  • Firmen anschreiben und fragen, ob sie ihre Produkte nicht umweltfreundlicher verpacken können
  • bei Getränken auf Mehrweg statt Einweg setzen, Wasser am besten aus der Leitung und evtl. mit dem Wassersprudler zum Blubbern bringen
  • den Konsum generell reduzieren und nur das kaufen, was man wirklich braucht.
  • in der Küche: Spül- und Putzmitteltabs zum Auflösen in wiederverwendbaren Flaschen statt immer neue Flaschen, Glasboxen statt Plastiktüten zum Einfrieren und Aufbewahren, auf Frischhaltefolie kann man eigentlich gut ganz verzichten
  • seinen Müll richtig trennen, auch wenn es manchmal kompliziert ist

Übrigens: Wer glaubt, das meiste von unserem Plastikmüll würde recycelt, der irrt sich! Es wäre zwar theoretisch möglich, passiert aber nicht. Das meiste wird verbrannt oder ins Ausland verschifft. Da muss sich dringend was ändern! Gute Atrikel zu dem Thema gibt es hier:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/plastikatlas-nur-bruchteil-in-deutschland-wiederverwertet-100.html
https://www.faz.net/aktuell/generation-plastik/plastik-recycling-in-deutschland-wie-ist-die-recyclingquote-15782613.html