Eigentlich weiß inzwischen jeder, dass Massentierhaltung Tierquälerei ist und dass wir Deutschen zu viel Fleisch essen (nicht nur bezogen auf die Klima- und Umweltschutzproblematik, sondern auch für unsere eigene Gesundheit!). Leider vergisst man das schnell, wenn das Fleisch so schön unblutig, im Sonderangebot und in Plastik eingeschweißt in den Supermarktregalen liegt. Gerade wenn man billiges Fleisch kauft, kann man sicher sein, dass es sich hier nicht um gutes Fleisch aus artgerechter Haltung handelt. Während man sich bei den Labels von Demeter, Naturland, Bioland und dem EU-Biosiegel auf gute Tierhaltung verlassen kann, ist das neue „Tierwohl-Label“ der Discounter mit Vorsicht zu genießen. Allerdings ist auch die Produktion von Bio-Fleisch klimaschädlich, denn auch diese Tiere müssen Essen und produzieren „Abgase“.

Aber wie genau wirkt sich unser Fleischkonsum auf das Klima aus?  Die Tierhaltung ist einer der Haupgründe für die Abholzung des Regenwaldes – der grünen Lunge unseres Planeten. Dabei geht es nicht so sehr um die Gewinnung von Weideland sondern in erster Linie um Fläche für den Anbau von Futtermitteln. Dazu kommt dann noch der große Düngemitteleinsatz und der hohe Wasserverbrauch. Gerade Rinderhaltung trägt wesentlich zum Treibhausgas-Ausstoß bei, da die Tiere in ihrem Verdauungsystem vergleichsweise große Mengen klimaschädlicher Gase produzieren. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich noch bis zum 30.07.21 in der ARD-Mediathek einen interessanten Film aus der Reihe W wie Wissen zum Thema „Rindfleisch“ ansehen.

Also: Warum während des Klimafastens nicht einmal ausprobieren, ganz auf Fleisch zu verzichten? Es gibt inzwischen leckere vegetarische Alternativen – man muss sich nur mal einen Ruck geben und sie durchprobieren um herauszufinden, was davon dem eigenen Geschmack entspricht!