BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wiehl

Rückblicke auf unsere politische Arbeit in Wiehl

Rückblicke: Unsere politische Arbeit

Wir berichten regelmäßig im Postillon, dem Mitteilungsblatt der Stadt Wiehl, womit wir uns aktuell befassen. In der Rückschau ergibt sich aus den Berichten der Rubik „Aus der Arbeit der Parteien“ eine Art Tagebuch unserers politischen Handelns.

Hier kann man diese Artikel nachlesen!

01 2021 Bürger als Berater

GRÜNE-NRW lassen sich in Zukunftsfragen von Bürger*inen beraten

Mit frischen Ideen ins neue Jahr: Wir GRÜNE in Wiehl beteiligen uns an der Erstellung des Zukunftsprogramms zur NRW-Landtagswahl 2022. Ganz zu Beginn lassen wir uns dabei von Bürgerinnen und Bürgern beraten – unter anderem aus Wiehl. Wegen der Corona-Krise findet das online statt. Dafür wurde extra eine neue Beteiligungsplattform aufgebaut.

„Wie wollen wir in Zukunft leben? Antworten auf diese Frage kann niemand alleine finden.“ stellt Barbara Degener, Ortsverbandsprecherin, fest. Deshalb laden wir alle Bürger*innen von Wiehl ein, sich an der Befragung zu beteiligen. Sagen Sie uns GRÜNEN, was Ihnen für die Zukunft in NRW wichtig ist – und wie wir den Wandel gemeinsam mit Ihnen gestalten können“ appelliert Degener.

Marc Zimmermann, Orts- und Kreisverbandsprecher, erklärt, warum die GRÜNEN erstmals Bürger*innen auf diese Weise bei der Programm-Erstellung einbeziehen: „Die Corona-Krise und der aktuelle Lockdown lassen uns zwangsläufig über unsere Zukunft nachdenken. Wir wollen wissen, was Bürger*innen von uns erwarten. Und dabei auch die Stimmen hören, die gerade nicht so laut sind – dafür aber nicht weniger wichtig.“

Die Online-Befragung ist unter https://gruene-nrw.mitdenken.online und über die Website der GRÜNEN NRW zu finden und läuft noch bis Mitte Januar. Unter den Teilnehmenden verlosen die GRÜNEN NRW 20 Büchergutscheine – natürlich für eine Buchhandlung vor Ort.

12 2020 Entlüftung in Klassenzimmern

Schüler der TOB werden aktiv

Die Pflicht zur ständigen Schocklüftung nervt oft genug Schüler und Lehrer, vor allem, wenn es draußen winterlich wird. Sie ist unverzichtbar, will man den Pegel krankmachender Aerosole in Pandemiezeiten niedrig halten. Es sei denn, man hätte eine Entlüftungsanlage. Was dazu auf dem Markt zu haben ist, ist teuer, hat lange Lieferzeiten und ist nicht in allen Fällen effektiv.

Unser Fraktionsmitglied Marc Zimmermann ist bei seinen Recherchen auf den Versuch der Integrierten Gesamtschule in Mainz Bretzenheim gestoßen. Dort haben sich die Schüler in Zusammenarbeit mit ihren Lehrern und begleitet vom Max-Planck-Institut mit niedrigem finanziellen Einsatz selber Abhilfe geschaffen. Ausgehend von der Tatsache, dass warme Luft nach oben steigt, bauten sie über den Tischen der Schüler in etwa 2 m Höhe breite Schirme. Diese wurden über Rohre mit einem weiteren Rohr verbunden, das in ein gekipptes Fenster führt. Ein Ventilator am Ende des Rohrs sorgt dafür, dass die Luft aktiv nach außen transportiert wird. Die Idee wird derzeitig mit Erfolg an vielen Schulen umgesetzt.

Frau Kallikat, als Leiterin der TOB und ein engagierter Physiklehrer, sind von der Idee so begeistert, dass sie sie noch vor Weihnachten in einer Klasse probeweise durchführen wollen. Wir freuen uns auch über die Experimentierfreude und den Einsatz der Schüler, wünschen allen Beteiligten ein Ende des Dauerdurchzugs und das nicht nur in der Bielsteiner Schulklasse.

 

12 2020 Stop - Hier wird gezündelt!

Stop! – Hier wird gezündelt!

In meinem Umfeld mehren sich Menschen, die kritisch und besorgt auf die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie reagieren. Ihre Sorgen richten sich vor allem auf ihre Grundrechte, – Versammlungs- und Reisefreiheit, der Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Sie befürchten, dass mit dem Erlass des Seuchengesetzes auf Dauer die Möglichkeit geschaffen wird, unser Land per Verordnung und unter Umgehung des Parlamentes umzugehen. Und dass – ist der Anfang einmal gemacht – das Aussetzen der parlamentarischen Kontrolle zur Regel wird. Und dann reden sie von einem „Ermächtigungsgesetz“. Wissen sie eigentlich, wovon sie reden?

Im März 1933 gewährte der Reichstag Adolf Hitler unter Verzicht auf eigene Regelungsmöglichkeiten für Jahre freie Hand in der gesamten Gesetzgebung, auch wenn sie gegen die Reichsverfassung gerichtet war. Möglich wurde dies nicht allein, weil Hitler durch eine national gesinnte Mehrheit gestützt wurde, sondern auch, weil schon im Vorfeld Abgeordnete z.B. der KPD, verhaftet und bedroht wurden. Ein Druck, der durch die Anwesenheit von SS und SA im Parlament verstärkt wurde. Kurz darauf gab es die ersten KZs und die ersten Repressionen gegen Juden.

„Querdenker“ Michael Ballweg ist meinen Freunden sympathisch. Er redet von Liebe und Freiheit. Mit rechten Störern hat er gar nichts zu tun, sagt er. Sein Videoaufruf zur Demo vom 7.11. in Leipzig ist ein Zusammenschnitt von Filmen von den Novemberdemos 1989 und Szenen aus den Querdenken-Demos 2020, garniert mit kitschiger Musik und dem Walter Ulbricht Zitat: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“. Die Situation der mutigen DDR-Bürger von damals mit den Demonstranten von heute in dieser Weise übereinzubringen, das ist schamlose Demagogie. Das ist nicht sympathisch! Da wird gezündelt!

11 2020 Neustart im Stadtrat

Neustart im Rat der Stadt

Mit neuem Schwung und konstruktiver Stimmung

Wir sind zu acht im Rat, stellen in Barbara Degener eine stellvertretender Bürgermeisterin und wollen deutlichen Einfluss auf das politische Geschehen nehmen. Mit den übrigen Fraktionen sind wir uns einig, dass Kontroversen wichtig und notwendig sind, dass aber ein  wertschätzender Umgang miteinander die Basis jeder Kommunikation sein muss.

Wie gut das bereits bei der konstituierenden Sitzung des Rates funktionierte, beweist der intensiv diskutierte, aber dann einstimmig angenommene Antrag zur Überprüfung der Voraussetzungen für die mögliche Aufnahme von Flüchtlingen aus den überfüllten Lagern in Griechenland. Auch die Entscheidungen zur Erneuerung eines Lärmschutzwalls in Oberwiehl und zur Wiederbelebung der Finanzarbeitsgruppe wurden einstimmig angenommen. 

Da in schwierigen Zeiten Entscheidungen manchmal schnell getroffen werden müssen, wird sich in Zukunft der Ältestenrat der Stadt Wiehl häufiger treffen. Themen wie die von den Grünen beantragte Einrichtung eines Corona-Arbeitskreises oder die Beschaffung von Lüftungsgeräten für die Wiehler Schulen kann man nicht guten Gewissens auf die lange Bank schieben. Gerade bei den Lüftungsgeräten ist sowohl Eile als auch Sorgfalt geboten: Viele Geräte haben aktuell lange Lieferzeiten und sind trotz hohem Anschaffungspreis sowie teuren Wartungskosten nicht zwangsläufig effektiv. So sollte beispielsweise geprüft werden, ob nicht mit Hilfe lokaler Handwerker schnell und kostengünstig die vom Max-Planck-Institut für Chemie entwickelten Lüftungsanlagen vor Ort gebaut und in den Wiehler Schulen installiert werden könnten.

10 2020 Gespräche, Gespräche, Gespräche

Gespräche, Gespräche, Gespräche

stehen am Anfang der zukünftigen Ratsarbeit. Die sind nötig, weil es keineswegs so ist, dass irgendeine Fraktion bereits wunderbare Pläne in ihren Schubladen hätte, die sofort die Zustimmung aller anderen fände. Auch wenn das manchmal behauptet wird. Gespräche sind vielfach vonnöten, in den Ortsverbänden und Fraktionen, vor allem aber auch mit den Vertretern der anderen Parteien. Über die Anzahl der Ausschüsse, deren Zuständigkeiten, Mitgliederzahl und Vorsitz wird erst in der konstituierenden Sitzung des Rates (neuer Termin: 10.11.2020) definitiv entschieden. Die Auseinandersetzungen dazu werden aber schon im Vorfeld geführt. Es sieht bisher ganz so aus, dass es gemäß unserem Wunsch eine klare Regelung der Zuständigkeiten geben wird in weniger Ausschüssen als bisher. Desgleichen, dass unsere Forderung nach effizienten und mit Beteiligung fachkundiger Bürger gebildeten Arbeitskreisen nachgekommen wird.

Angesichts der klimatischen Veränderungen sehen wir das Thema „Umwelt“ grundsätzlich als fundamentalen Bestandteil aller zukünftigen Entscheidungen. Wir haben einem eigenen Ausschuss zu diesem Thema nur deshalb zustimmen können, weil dort die Entwicklung der Stadt insgesamt mit Blick auf diesen Aspekt behandelt werden soll.

Der/die  stellvertretende Bürgermeister*in hat die Aufgabe, die Anteilnahme aller an wichtigen privaten wie gesellschaftlichen Ereignissen zu unterstreichen. Das ist weit mehr in unseren Augen als die freundliche Person und der Blumenstrauß, sondern jemand, der stellvertretend für alle Bürger mit offenen Augen und Ohren auf die Menschen zugeht und sich im Idealfall für die Lösung etwaiger Probleme einsetzt. Angesichts des großen Zuspruchs bei der Wahl am 13. September  möchten wir uns gerne um das Amt eines/er stellvertretenden Bürgermeister*in bewerben. Mehr zu beiden Themen finden Sie unter www.gruene-wiehl.de

09 2020 Ein herzliches Dankeschön für Ihre Stimme

Ein herzliches Dankeschön

allen BürgerInnen, die uns am 13.09.2020 ihre Stimme gegeben haben.

Sie haben uns Ihr Vertrauen geschenkt.

Demzufolge können wir nun mit 8 Stimmen – 5 Frauen und 3 Männern –  grüne Positionen im Rat vertreten.
Man wird uns nicht mehr so leicht übergehen können und auf uns hören müssen. Und da sich ja (fast) alle Parteien beim Thema Ökologie so aufgeschlossen gezeigt haben, müsste es da doch ein Leichtes sein, unsere Stadt gemäß all den Wahlkampfversprechungen klimafest zu machen. Oder?

Leider wird unsere Arbeit nicht einfacher werden, wenn sich die Stimmverteilungen bei den Ratsentscheidungen weiter gestalten wie bisher. Mit der Folge, dass Investitionen nicht gemäß der Finanzlage erfolgen, dass Umweltschutz ziemlich klein geschrieben und Bürgerbeteiligung nicht konsequent unterstützt wird. Wir werden weiter um einen Konsens ringen müssen. Den sollten wir  quer durch alle Parteien finden und bessere Lösungen als bisher herbeiführen: Schulbauten mit Augenmaß, gute Bildungschancen für alle Kinder, gut verzahnte Mobilitätsangebote für die Dörfer,  Stopp von Flächenversiegelungen, Innovatives im Wohnungsbau.

Ihr Vertrauen beschwingt, ermutigt, schafft Zuversicht.

08 2020 Ergebnisse der Radfahrer-Umfrage

Bergauf-bergab,

ging und geht es im wahrsten Sinne des Wortes derzeitig für uns Grüne, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Im eigentlichen Sinne nämlich, weil wir uns vorgenommen haben, unsere Gedanken zu den aktuellen Wiehler Themen in 2 Ausgaben der „Grünen Post“ zusammenzufassen und persönlich in fast alle Haushalte im Stadtgebiet zu bringen. 10 000 Exemplare, verteilt auf 18 Wahlkreise, das war wirklich zeitaufwendig und schweißtreibend. Für mich aber auch interessant, weil ich z.B. an jedem Haus gewesen bin, das zu meinem Wahlkreis (WK 40)  gehört und mit dem ein oder anderen Bewohner ein kurzes Gespräch führen konnte.

Erstaunlich viele, nämlich 71, Radfahrer unter den Lesern haben sich auf unsere Bitte gemeldet und schriftlich ausgeführt, welche Wünsche sie zum Thema an die Stadt haben. Die Auswertung wird die Basis einer Anfrage im Rat sein und der Verwaltung weitergeleitet. Nachzulesen ist sie auch unter www.gruene-wiehl.de.

Beim Stadtradeln hatten wir die Qual der Wahl: Politiker zählen ja im „RADhaus Wiehl“ Team, das mit 4434 km den 2. Platz errungen hat. Mit 2350 km lag die Alternative „Wiehl mit Rad vom Rat“ auf Platz 4. Immerhin haben wir zusammen in 3 Wochen 1 Tonne CO2 eingespart. Genaueres unter www.stadt-wiehl.de. Darauf kann man doch stolz sein!

Eher bergab geht es mit den städtischen Finanzen. Das wird die Arbeit des neuen Rates bestimmen. Mit uns sollte es auch eine Chance sein, in besserer Abstimmung mit den Bürgern die Weichen anders zu stellen als bisher.

07 2020 Radtour zur Bigge mit geliehenem E-Bike vom Rat

Radtour mit dem Rad vom Rat

Über die Berge zur Bigge mit Eis zwischendrin

Mit dem „Rad vom Rat“ zu den schönsten Plätzen rund um Wiehl in netter Gesellschaft. Das kennen Sie noch nicht? Dabei gibt es schon lange mehrmals im Jahr die Möglichkeit, sich auf eines der stadteigenen E-Bikes zu setzen und unter Führung von Jürgen Körber mal kurze, mal längere Strecken zu erkunden.

Die Tour am 28.06. gehörte zu den längeren, aber mit Sicherheit auch zu den schönsten Fahrten. Von Wiehl aus ging der Weg abseits der Straße durch die Brucher Wiesen nach Bielstein. Am Bahnhof in Dieringhausen warteten weitere Mitfahrer mit ihren E-Bikes. Über Derschlag und Bergneustadt ging es dann zunächst gemütlich und idyllisch, dann sanft ansteigend über die Bahntrasse durch den Wegeringhausener Tunnel. Etappenziel war die Eisdiele in Drolshagen mit ihrem legendär leckeren Angebot. Durch Bachtal, Wald und grüne Höhen gelangt man von da schnell zur Biggetalsperre. Als besonderes Highlight luden dort Kajaks und Kanadier zu einer kleinen Seepartie mit Hindernissen: Am Ende des Vorstaubeckens nämlich steht das Wasser inzwischen so niedrig, dass es schon einiger Anstrengung bedurfte, um die festgefahrenen Boote aus dem Schlamm herauszukommen. Danach tat das kurze Bad im See richtig gut. Der Rückweg führt auf gleichen Wegen sehr bequem zurück, sofern man die Täler von Agger und Wiehl benutzt. Und nicht den Ehrgeiz hat, von Dieringhausen aus steilauf zum Bergdorf Pergenroth zu radeln. Landschaftlich perfekt, für „Biofahrer“ kraftraubend, für E-Biker sicher ein weiteres Sahnehäubchen. – Ob „Bio“ oder „E“ : Wir freuen uns sehr über weitere Mitfahrer. Tourenangebote finden sich hier: www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-rheinberg-oberberg/radtouren

s.

07 20 Stadtradeln in Wiehl

Da sind wir dabei! Das ist prima!

Stadtradeln in Wiehl

 

Wäre ja auch seltsam, wenn ausgerechnet wir nicht mit von der Partie wären, wenn Bürgermeister Stücker zum STADTRADELN ([email protected]) einlädt. Dass wir dazu bereits beim letzten Stadtradeln im Jahre 2018 aufgefordert haben ohne Gehör zu finden, sei nur am Rande erwähnt. Desgleichen, dass diese Initiative auch 2020  von uns ausgegangen ist. Das ist eben so: Man überhört uns Grüne gerne, wenn es nicht in den Kram passt und man schmückt sich mit „grünen“ Federn, wenn das Wählerstimmen verspricht. Schließlich möchte man ja am 13.09. gewählt werden.

Wie dem auch sei: Wir freuen uns, dass der Oberbergische Kreis und mit ihm eine ganze Reihe Städte zum Stadtradeln ermutigen. Machen Sie also bitte mit, entdecken Sie den Spaß und die Möglichkeiten mit dem Rad in unserer schönen Heimat. Sorgen Sie dafür, dass wir Wiehler uns als starkes Team bewähren.

Unser Bürgermeister hat recht: In unserem Stadtgebiet locken viele tolle Strecken. Es ist aber auch wichtig, die alltäglichen Verkehrswege so zu gestalten, dass sie von Radfahrern gerne beansprucht werden. Darum bitten wir Sie auch um eine Rückmeldung, wenn Sie problematische Situationen vorfinden und vielleicht sogar Ideen zur Lösung haben. Das können Sie über www.gruene-wiehl.de machen oder indem Sie die Postkarte ausfüllen, die unserem Magazin „Grüne Post“ beiliegt, das derzeitig in alle Haushalte verteilt wird. Unter den Einsendern werden sogar  Gewinne ausgelost!

06 20 Regenerative Energie - nur für Wohlsituierte?

Regenerative Energie nur was für Wohlsituierte ?

„Strom und Wärme dürfen nicht zu einem Gut vornehmlich für gut situierte Haushalte werden, die bevorzugt grüne Politik unterstützen“ so sagte es Rheinenergie-Chef Steinkamp im Gespräch mit dem KStA 23.05.2020. Ganz nebenbei wird da unterstellt, der schnelle Abschied von der Kohle sei ein Luxus, den sich nur Wohlhabende leisten könnten. Ob die Grünen tatsächlich mehrheitlich wohlhabend sind, will ich jetzt nicht erörtern.

Sondern:

Der Umstieg auf alternative Möglichkeiten der Energieerzeugung wäre mit weniger Kosten und mehr Konsens in der Bürgerschaft längst vollzogen, hätten die Energiekonzerne dem nicht soviel Widerstand entgegengesetzt. Es gäbe mehr privat erzeugte Solar- und Windenergie, hätte sich die Politik (auch in Wiehl) entschiedener darum bemüht statt bürokratische Hürden aufzubauen und merkwürdige Abstandsregeln zu diskutieren. Längst wären Umstrukturierungsmaßnahmen angelaufen und neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Warum wird den Bürgern nicht klipp und klar vermittelt, dass ein anderes Wirtschaften nötig und teuer wird. Wenn dies unterbleibt, stehen erheblich höhere Kosten an, unter anderem weil eine unbegrenzte Erderwärmung zu Wetterkapriolen ungeahnten Ausmaßes führen wird. Der dritte viel zu trockene Sommer in Folge hat seinen Anfang genommen. Ein Blick auf die toten Fichtenschläge dürfte doch jedem Oberberger deutlich machen, dass Verzögerungstaktiken endlich ein Ende haben müssen.

05 2020 Tülay Durdu für den Kreis

Tülay Durdu könnte Bäume ausreißen – Das muss sie bei uns Grünen nicht.

Wir lassen die Bäume lieber stehen! Tülay Durdu natürlich auch.

Aber wir glauben gerne, dass diese Powerfrau imaginäre Bäume ausreißen kann!
Tülay Durdu hat sich uns in der letzten (Video-) Sitzung dem Ortsverband und Grün-Interessierten vorgestellt. Wir können sie uns nun als zukünftige Landrätin an der Spitze der Kreisverwaltung gut vorstellen. Tülay Durdu wurde von der SPD, den Linken und den Grünen als Gegenkandidatin zum bisherigen Amtsinhaber und Mitbewerber Jochen Hagt (CDU) nominiert.

Tülay Durdu, 1974 in Bensberg geboren, lebt heute in Rösrath. Sie ist verheiratet, hat zwei fast Kinder, eins davon bereits flügge. Sie ist gelernte Betriebswirtin, arbeitet beim TÜV Rheinland als Vertrieblerin, wo sie den örtlichen Betriebsrat als einzige Frau mit aufgebaut hat und heute den Personalausschuss leitet. Sie vertritt die SPD im Rat der Stadt Rösrath und arbeitet dort im Bildungs-, Schul- und Sportausschuss, sowie im Rechnungsprüfungsausschuss.

Uns gefällt besonders, wieviel Energie Tülay ausstrahlt, das lebhafte Interesse, mit dem sie auf uns und unsere Fragen reagiert, ihre offensichtliche Freude am Umgang mit Menschen. Die ehrenamtlichen Besuche in einem Altenheim empfindet sie als Bereicherung, auf die sie auch in Zukunft nicht verzichten will. Sie möchte eine Balance finden zwischen unterschiedlichen Interessen. Die Sorge um Umwelt und Klima, bezahlbaren Wohnraum, eine bessere, vor allem umweltfreundliche Mobilität und medizinische Versorgung stehen ganz vorne auf ihrer Agenda. Wir hoffen auf eine entschiedene Mitstreiterin in diesen wichtigen Themen, vorrangig vor allen Corona-Turbulenzen.

 

05 2020 "Ich fahre jetzt Rad!"

„Ich bin umgestiegen! Ich fahre jetzt Rad!“

Da sind wir aber neugierig.

Vielleicht können Sie das nicht generell von sich behaupten. Wenn Sie aber zu denen gehören, die den Wechsel vom Auto zum Fahrrad (öfter mal als bisher) wagen, dann haben Sie uns neugierig gemacht.

Wann greifen Sie zum Rad?

Für den Weg zur Arbeit, den Einkauf, für Sport und Freizeit?

Wie groß sind die Entfernungen, die Sie mit dem Rad zurücklegen?

Wie geht es Ihnen dabei persönlich?

Geht es Ihnen so besser als zuvor? Machen Sie auch negative Erfahrungen, Zeitverlust, Anstrengung,…

Wo und wie macht das Radfahren richtig Spaß?

Was bremst den Spaß an der Sache? Was müsste besser werden, in Wiehl und/oder generell?

Wir sind sehr neugierig auf möglichst viele Erfahrungsberichte von Wiehler Bürgern. Die senden Sie bitte an   ([email protected] oder an Barbara Degener…            . Gerne mit konkreten Vorschlägen und gegebenenfalls auch mit Fotos von guten oder auch schlechten Lösungen für die radelnde Bürgerschaft.

Wir machen sie in Wiehl und im Kreis zum Thema.

Wir möchten, dass Wiehl bald zu den Städten gehört, in denen man das Auto gerne in der Garage lässt. Weil Radfahren gesünder, billiger, nachhaltiger – vor allem aber schöner ist.

 

04 2020 ISEK auf dem Prüfstand

Auf dem Prüfstand

sind nun alle geplanten weiteren Ausgaben u.a. der ISEK- Maßnahmen. So teilte es Bürgermeister Stücker in der örtlichen Presse am 1.4.2020 mit. Das betrifft nicht den bereits angelaufenen Umbau des Kurparks, wohl aber die mit fast 3 Mill. Eigenanteil erheblich teurere Umgestaltung des Wiehlparks und auch die Maßnahmen am Gymnasium. Es könne nun nicht mehr um „Leuchten für den Wiehlpark“ gehen! Die Stundung der Gewerbesteuer sei in der Krise wichtiger, wenn örtliche Unternehmen bedingt durch Corona in Schwierigkeiten geraten und Arbeitsplätze gefährdet sein sollten.

Das sehen wir auch so. Allerdings wäre die Stadt gegen die gegenwärtige Krise weit besser gewappnet gewesen, wenn die finanziellen Rücklagen trotz ständiger Mahnungen des Kämmerers nicht in den vergangenen Jahren dahingeschmolzen wären. Schuld daran waren die zu hohen laufenden Ausgaben (strukturelles Defizit), überteuerte Baumaßnahmen (z.B. Wiehler Wasser Welt) und gleichzeitiger Verzicht auf Steuererhöhungen. Auch vor diesem Hintergrund ist es vernünftig, wenn weitere Investitionen mit Bedacht in Angriff genommen werden, auch dann, wenn Zuschüsse des Landes winken.

Die größte Gefahr für uns und die Zukunft unserer Kinder aber bleibt die Veränderung des Klimas mit weitaus dramatischeren Folgen. Auch wenn sich der Himmel über Chinas smogverseuchten Städten derzeit lichtet, bleibt die Forderung bestehen: Wir müssen mit allen Kräften den Umbau vollziehen zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft. Das darf nicht auf Kosten derer gehen, die ohnehin wenig haben. Auch dafür sind finanzielle Rücklagen dringend nötig.

Ostern ist das Fest des Lebens – Wir wünschen allen Lesern, dass sie diese Tage einigermaßen sorgenfrei, froh und vor allem gesund erleben dürfen.

03 2020 Sich einmischen bringt nichts?

Nichts für mich

Sagen Sie das auch? Die Politik in Wiehl sollen mal die machen, die was davon verstehen. Oder: Die (da oben !) machen ja sowieso nur, was sie wollen. Sich einmischen bringt nichts.

Ihr Ärger vergeht deshalb nicht. Weil Sie z.B. meinen, dass die Straße vor Ihrem Haus nicht aufwendig ausgebaut werden sollte. Weil Sie nicht verstehen, warum es (anscheinend) mit dem Gymnasium  nicht voran geht, oder Wohnen so teuer sein muss, oder man zu wenig gegen die Klimaveränderungen tut.

Wir haben eine Stadtverwaltung, die sich durchaus um Bürgerinformation bemüht. Wem das nicht reicht, wer glaubt, dass am Ende doch einiges anders entschieden wird als zuvor gesagt, wer das verstehen und beeinflussen will, dem bleibt eigentlich nichts anderes als mitzumischen. Wir haben diese Möglichkeit, Gottseidank.  Jede unserer Parteien würde sich freuen, wenn Sie Ihre Fragen und Ideen dort äußern würden.

Wir Grünen freuen uns ganz besonders. Weil Ihre Fragen, Ihre Anregungen, vor allem Ihr Wissen unsere Arbeit bestimmen. Kompetenz, die Sie haben und die wir brauchen. Oder solche, die Sie sich gerne aneignen möchten, um mehr Durchblick zu haben. Möglichkeiten dazu gibt es viele, in der VHS, aber auch im Rahmen unserer eintägigen Workshops.

Natürlich kostet das Zeit und Mühe. Das lässt sich aber auch dosieren, etwa durch Beschränkung der Aufgaben, die man übernimmt. Meine Erfahrung: All das bringt Gewinn! Weil man „die da oben“ eben nicht mehr „machen lässt, was sie wollen“. Übrigens: Sie müssen kein Parteimitglied sein. Ihre Kompetenz ist viel wichtiger. Schnuppern Sie doch mal rein!

Unsere nächsten Treffen: 23.03.20 um 19.00 Uhr im Zunftstübchen

02 2020 Bauen in Wiehl - nachhaltig und sozial gerecht

Bauen in Wiehl – nachhaltig und sozialgerecht

Auch in Wiehl beobachten wir den Trend,  Neubauprojekte an Investoren zu vergeben. Das Ergebnis sind oft Wohnungen, die hochpreisig und im wesentlichen nur für eine bestimmte (gut situierte) Zielgruppe geeignet sind. Mit der Vergabe sind wenig Verpflichtungen verbunden hinsichtlich der Nachhaltigkeit und erst recht nicht hinsichtlich der sozialen Durchmischung. Dem möchten wir mit einem Antrag entgegenwirken, den wir im Rat der Stadt eingebracht haben. Wir möchten, dass für die zukünftige Bebauung verpflichtende Konzepte entwickelt werden. Diese Vorgabe soll ermöglichen, dass nicht nur Investoren, sondern jedermann, etwa als Mitglied einer privaten Baugemeinschaft, die Chance erhält, sich an neuen Projekten zu beteiligen. Wir müssen Regeln finden, damit die neuen Quartiers- oder Lückenbebauungen Bewohnern mit unterschiedlichen Bedürfnissen Raum bieten: Senioren ebenso wie Familien, Behinderten, Migranten oder Singles.

Wir wollen zudem, dass ökologische Standards zur Auflage werden, die das Wohnen in Wiehl zukunftsfest machen. – Auch im Baubereich stehen wir also vor spannenden, keineswegs einfachen Aufgaben, wenn Wiehl l(i)ebenswert bleiben soll. Neubaugebiete mit Einfamilienhäusern sollten  der Vergangenheit angehören, desgleichen überteuerte Quartierslösungen. Wir brauchen gute Ideen,  überzeugend auch für die, die (noch) anders träumen. Diskutieren Sie mit! Termine finden Sie unter www.gruene-wiehl.de

02 2020 Wenn Moral nicht genügt ...

Wenn Moral nicht genügt ……

 …… braucht es neue Regeln?

 

So lautete der Titel eines Vortrages von Dr. Kopatz vom renommierten Wuppertal-Institut im Paul-Schneider-Haus. Was ich daraus mitnehme?

Es ist prima, wenn ich persönlich versuche die Umwelt zu entlasten. Aber es ist anstrengend, gegen den „Mainstream“ zu leben. Moralapostel sind unbeliebt und ändern leider wenig.

Besser wäre es, wenn einige Dinge zur Routine würden, weil sie gesetzlich festgelegt wären. Das ist vielfach längst akzeptiert: Niemand begehrt auf gegen die x-fache Kontrolle jedes Würstchens. Niemand raucht mehr in der Kneipe. Niemand fährt unangeschnallt Auto.

Manches muss man nur lassen statt komplizierte Regelungen zu treffen: Wenn Pestizide verboten würden, wäre alles Getreide „bio“, wenn der Bau von Parkplätzen und Straßen unterlassen und statt dessen Rad-und Busfahrer mehr Platz und Rechte erhielten, würden mehr Menschen das Auto stehen lassen.

Auch Dr. Kopatz weiß, dass da viele Fragen offen bleiben. Bauern wie Unternehmer fürchten z.B. Absatzprobleme, wenn es nicht einmal in der EU verbindliche Standards gibt.

Änderungen in diesem Sinne gehen nur mit beharrlichem Druck.

Druck durch bürgerliches Engagement im Rat der Stadt.

Druck bei Initiativen und Demonstrationen.

Druck entsteht nicht, wenn man privat alles richtig macht und ansonsten schweigt. Der entsteht, wenn sich gut informierte Menschen sehr laut vernehmbar machen.

An diesem Abend traf ich auf viele Gleichgesinnte. Das ermutigt und befremdet zugleich: Wenn es um Stimmung gegen die Grünen geht, verweist man im Rat stolz auf das Wuppertal-Institut, mit dem man (bis 2014!) so viel Tolles erreicht habe. Seit Oktober verspricht man eine Klimawerkstatt unter neutraler Leitung. Das Wuppertal-Institut wurde dazu empfohlen. Warum nutzte niemand die Gelegenheit zur  Diskussion hier vor Ort?

01 2020 Baumfällaktionen

Baumfällaktionen – Anlass zum Aufschrei der Naturfreunde?

Klagen über Baumfällaktionen betreffen die Arbeiten des Landesbetriebs Straßen, aber auch die Fällungen in Wiehl (hinter dem Rathaus oder in Oberwiehl). Die Fällungen zahlreicher Fichtenschläge wegen des Borkenkäferbefalls, aus Kosten- und Zeitgründen vorgenommen mit sogenannten Harvestern, hinterlassen verwüstete Wälder. Wer sollte da nicht geschockt sein. Berechtigterweise wächst bei den meisten Bürgern die Sorge um den Erhalt der Bäume. Vielen ist klar geworden, wie wichtig sie als CO2 Speicher angesichts des Klimawandels sind. Es ist darum gut, wenn Menschen in diesem Punkte sensibel reagieren. Es ist richtig Fragen zu stellen. Wir haben erlebt, dass ein großer Teil vom Idelswäldchen aus fragwürdigen Gründen abgeholzt wurde. Es wäre mehr geworden, hätte es nicht Proteste gegeben. Aber: Bevor man Verdächtigungen in die Welt posaunt, sollte man nachdenken und -fragen. Böschungsarbeiten gehören zu dem, was im Winter erledigt werden muss. Vermutlich sind die Kosten viel höher, wenn man auf Maschinen verzichtet. Auch Laubbäume haben in den trockenen Sommern gelitten. Waren sie tatsächlich krank? – Wir wollen seriös argumentieren und nicht vorschnell urteilen. Aber: Wir lassen uns auch nicht für dumm verkaufen. Wer glaubt, unter Vortäuschung ökologischen Nutzens, Gefährdungen oder Krankheit ganz andere Pläne verfolgt und abholzt, wo diese Gründe gar nicht vorliegen, muss mit der berechtigten Wut der Bürger rechnen.

12 2019 Wo sind die finanziellen Rücklagen hin?

Eher den Karren vor die Wand fahren als rechtzeitig bremsen?

Seit Jahren schwinden die finanziellen Rücklagen der Stadt. Für die anstehenden Investitionen ist eine Neuverschuldung von 15 Millionen vorgesehen. Die Gehälter in der Verwaltung können ohne Kassenkredite nicht mehr finanziert werden. Sparmaßnahmen sind also dringend nötig, wenn man das strukturelle Defizit in den Griff bekommen möchte. Sparmaßnahmen, die auch die Bürger schmerzen können, wenn liebgewordene Unterstützungen entfallen müssen. Immer noch liegt die Gewerbesteuer deutlich unter der, die in unseren Nachbargemeinden ansteht. Eine Erhöhung fordern wir seit Jahren, auch in den Zeiten, in denen von Konjunkturschwankungen noch keine Rede war. Es macht in unseren Augen keinen Sinn, in diesem Punkt auf die zu Recht kritisierten Fehler in der Finanzierung der Kommunen zu verweisen, wenn sich das offenbar doch kurzfristig nicht ändern lässt. Dieses Thema gehört im übrigen in die Agenda der CDU-dominierten Landes- bzw. Bundesregierung. In Wiehl jedenfalls besteht dringender Handlungsbedarf, vor allem auch hinsichtlich des Sorgenkindes FSW. Wir warten mit Spannung darauf, wie die innovativen Konzepte ohne Fördergelder (!) im Schulbereich aussehen werden. Noch mehr, zu welchen Ergebnissen die geplante Arbeitsgruppe zur Finanzierung der FSW kommen wird. Und am meisten, wann denn die auf Antrag der CDU am 1.10. sofort einzurichtende Klimawerkstatt „eifrig“ mit ihrer Arbeit beginnt.

11 2019 Gewerbegebiete

Es geht um mehr als Gewerbegebiete

Im gut besuchten Dorfgespräch für Drabenderhöhe am 25.10.19 hat sich gezeigt, dass das aktuelle Thema „Gewerbepark Brächen“ die Menschen besonders bewegt. Das aber ist es nicht allein. Im Gegenteil: Es kamen zahlreiche Ideen zur Sprache, wie man Drabenderhöhe auf Dauer lebendig erhalten könnte. Wir nehmen für unsere Arbeit u. a. den Wunsch nach dem Ausbau alternativer Mobilitätskonzepte und nach mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer mit. Angeregt wurde außerdem eine Stärkung von Drabenderhöhe und Umgebung als touristisch reizvolle Gegend und damit auch der Erhalt der natürlichen Schönheit dieses Ortsteils, z. B. durch eine ökologische Umgestaltung des Friedhofs oder durch Aussichtsbänke an ausgewählten Orten. Sehr deutlich wurde aber auch das Bedürfnis nach mehr Austausch und Gemeinschaft und der dazu nötigen Infrastruktur. Das beginnt mit der Sorge um den Siebenbürger Platz mit seinen Leerständen, der Nachfrage nach Kontakten bei Spiel und Sport und endet nicht bei Fragen der Vernetzung von „Kümmerern“ mit Hilfesuchenden. Nachhaltige Dorfentwicklung hat viele Facetten – ökologische, ökonomische und auch soziale.

Auch mit den Menschen in Bielstein möchten wir nach dem Dorfgespräch im Frühjahr erneut ins Gespräch kommen und laden daher ein:

Freitag, 15.11.2019

Ort: Haus Kranenberg

Start:19.30 Uhr

10 2019 Wohnraum schaffen - aber wie?

Wohnraum schaffen – aber wie?

 

Wir teilen die Sorgen unserer Stadtverwaltung: Zwar existieren viele bebaubare Flächen innerhalb der Ortschaften, aber nur wenig Eigentümer, die zu einem Verkauf bereit sind. In Zeiten, wo es sich kaum lohnt, Geld auf die Bank zu bringen, ist das verständlich, leider aber nicht unbedingt sozial und auch nicht umweltfreundlich: Denn Neubaugebiete verursachen deutlich mehr Schäden für die Umwelt als die Bebauung von Lücken in ohnehin erschlossenen Gebieten. Wir sehen auch mit Sorge, wenn auf dem ehemaligen Promarktgelände größere Neubaukomplexe geplant werden, als ursprünglich vorgesehen. Wir befürchten, dass dabei auch Teile der Grünflächen bebaut werden, Flächen, die bisher als Erholungsflächen für alle genutzt wurden. Was können wir tun, um den Flächenfraß so gering wie möglich zu halten? Wie können wir es schaffen, vorhandene Bestände so umzubauen und zu nutzen, dass mehr Menschen angemessenen Wohnraum finden können? Angemessen, weil er den Bedürfnissen alter Menschen gerecht wird und auch denen von jungen Familien. Angemessen, weil er bezahlbar ist. Es wird immer schwere, bei wachsenden Baukosten niedrige Mieten anzubieten. Wie kann zudem seitens der Kommune Einfluss auf Ökologie und Nachhaltigkeit beim Bau genommen werden?

Wir suchen Menschen, die unsere Sorgen teilen und vor allem auch solche, die sachkundig sind und von denen wir lernen können. Wählen müssen sie uns deshalb nicht.

25.10.: Dorfgespräch Haus Wald-Eck, Verr 14, Beginn 19.30 Uhr

10 2019 Werkstatt für Klimaschutz - Ein Papiertiger?

Werkstatt für Klimaschutz – ein Papiertiger?

Neues Dorfgespräch in Drabenderhöhe am 25.10.

Obwohl alle Fraktionen sich einig waren, dass der Klimaschutz sehr ernst zu nehmen sei, wurde unser Antrag auf Erklärung des Klimanotstandes in der Sitzung des Rates vom 1.10.2019 abgelehnt. Auch die Möglichkeit, ihn – wie z.B. in Engelskirchen – inhaltlich zu modifizieren. Zustimmung fand der mündlich (!) vorgetragenen Vorschlag der CDU, eine Klimaschutz-Werkstatt zu etablieren. Der Antrag legte die Ziele und Aufgaben dieses Gremiums ebenso fest wie die Zusammensetzung: Geleitet durch eine neutrale Person sollten Vertreter der Verwaltung und des Rates entsprechend der Fraktionsgrößen Vorschläge zu den mit dem Klimawandel anstehenden Problemen erarbeiten. Fachleute sollten nach Bedarf hinzugezogen werden.

Sei´s drum: Wir freuen uns, dass der Klimawandel nun ein Thema ist. Wer weiß, ob man ohne Fridays For Future, das Klimabündnis Oberberg und unseren Antrag überhaupt gehandelt hätte. Wir freuen uns auch über fraktionsübergreifende Arbeit und sind bereit, uns dort einzubringen.

Sinn macht das aber in unseren Augen nur,

  • wenn man keine Zeit mehr verplempert,
  • wenn die Beschlüsse des Gremiums verbindlich sind,
  • ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft zugrundeliegt und die Anregungen von dort wirklich ernst genommen werden.

Erfolg bringen nur solche Maßnahmen, die von den Betroffenen für notwendig und realisierbar gehalten werden. Dazu bedarf es vieler Ideen, vieler Gespräche, viel Überzeugungsarbeit. Zumutungen werden nicht ausbleiben. Änderungen unseres Lebenstils werden kommen müssen. Und ebenso mehr Nachdrücklichkeit an die Adresse von Politik und Industrie. Es wird sich zeigen, ob das neue Gremium den notwendigen „Biss“ hat, der zu den dringenden Veränderungen führt.

 

Unabhängig vom Start der Klimaschutzwerkstatt laden wir Sie zu unseren Dorfgesprächen ein: Das nächste startet am 25.10.2019, 19.00 Uhr in der „Grünen Scheune“, Drabenderhöhe, Alte Kölner Str. 8.

09 2019 Ein Klimaschutzkonzept

Ein Klimaschutzkonzept  …

… muss her. Und damit die Bürger unserer Stadt auch davon profitieren, muss es nicht nur erstellt, sondern auch so bald wie möglich umgesetzt werden. Dafür werden wir uns einsetzen mit aller Kraft. Und wir vertrauen darauf, dass wir dazu im Rat, in der Verwaltung vor allem aber auch in der Bürgerschaft konstruktiv, tatkräftig und engagiert unterstützt werden. Erfreulicherweise müssen wir gar nicht von vorne beginnen. Es gibt zum Beispiel ein Klimaschutzteilkonzept, das die Stadt Wiehl zusammen mit den Gemeinden Reichshof, Morsbach und Bergneustadt bereits 2014 erstellen ließ. Dort findet man interessante Anregungen, wie die Ortschaften in unserer Region energetisch autark werden, ob und wieviel Wärme und Energie mit den vor Ort verfügbaren Mitteln erzeugt weren könnte, was zur Realisation solcher Vorhaben planerisch, finanziell und auch an Überzeugungsarbeit zu leisten sei. Es gibt auch schon seit Jahren eine Menge Ideen, wie man mit weniger Auto trotzdem mobil bleiben könnte. Vorschläge von Bürgern dieser Stadt, zusammengefasst auf deren Internetseite. Einige von den guten Ideen wurden ja auch in Angriff genommen. Viel zu vieles aber schlummert, so scheints, friedlich in vergessenen Kämmerlein. Allerhöchste Zeit, dass wir sie wieder entdecken, entstauben und umsetzen. Mit aller Kraft!

09 2019 Reden hilft - Wiehler Dorfgespräche

Wir bleiben dabei: Reden hilft 

Erinnern Sie sich an das BürgerForum von 2014? Viele Ideen kamen da zusammen, wie man die Stadt für alle Bürger auf lange Sicht lebens- und liebenswert machen könnte. Es ging darum, wie man Arbeitsplätze und bezahlbaren Wohnraum erhalten könnte, möglichst ohne weitere Flächen dafür opfern zu müssen. Es ging um die Verbindung der Generationen, um das Leben in den Dörfern, um Bildungs- und Sportangebote, um zukunftsverträgliche Mobilität. All das können Sie nachlesen unter www.wiehl.de (Bürgerinfo/BürgerForum) Einiges wurde umgesetzt, etwa der Wheelpark und der Ausbau des Breitbandnetzes. Manchmal wurde ein Anfang gemacht wie bei der Einrichtung eines Schnellbusses nach Gummersbach oder des Bürgerbusses. Manche Anregung ruht in den Schubladen, oft – nicht immer – verständlich, weil dringendere Dinge wie z.B. die Flüchtlingswelle der Jahre 2015-16 bewältigt werden mussten oder weil zu viele Hürden einer Umsetzung im Wege standen. Das entbindet uns nicht von der Pflicht, guten Ideen weiter nachzugehen, vor allem dann, wenn sie uns helfen, den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Das kann nur gelingen, wenn Sie mit uns sprechen, wenn Sie uns fordern und wenn wir alle nötigenfalls auch einen langen Atem haben.

Wir geben nicht auf, nicht im Rat, nicht bei den Dorfgesprächen, nicht, wenn Sie mit uns reden: Besuchen Sie uns auf www.gruene-wiehl.de oder bei der nächsten Sitzung des Ortsverbandes am 6.11.19, 19.00 Uhr im Waldhotel Tropfsteinhöhle

 

08 2019 Bürgerbus im Wiehler Stadtgebiet

Bürgerbus im Stadtgebiet Wiehl

Der BürgerBus Reichshof e.V. bietet ab dem 4.9.2019 Fahrten von einigen Ortschaften ins Stadtzentrum Wiehl und zurück an. Betroffen sind außer etlichen Orten im Gebiet der Gemeinde Reichshof die Wiehler Orte Remperg, Oberholzen, Pergenroth und Morkepütz. Damit haben zukünftig Bürger aus diesen Ortschaften jeden Mittwoch eine zusätzliche Gelegenheit, kostengünstig (2 € pro Fahrt) zum Einkauf, zum Arztbesuch oder zum Busbahnhof nach Wiehl zu kommen. Die Fahrpläne hängen in den betroffenen Ortschaften aus, können aber auch über die Rathäuser in Denklingen, Wiehl und dem Verkehrsamt Eckenhagen eingesehen werden. Weitere Infos sind erhältlich unter www.buergerbus-reichshof.de, über den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Hohannes Heister,  Tel. 02296 1852.

Der Verein bedankt sich bei allen, die dieses Projekt als zusätzliche FahrerInnen unterstützen. Weitere Interessenten können sich gerne melden. Nur so kann das Netz der angebotenen Verbindungen erweitert werden. Je besser das Angebot, desto eher wird es genutzt und als sinnvolle Alternative zum privaten PKW wahrgenommen werden. Wir denken: Das ist ein möglicher Schritt für mehr umweltfreundliche Mobilität und mehr Lebensqualität in den Außenorten.

  • wenn man keine Zeit mehr verplempert,
  • wenn die Beschlüsse des Gremiums verbindlich sind,
  • ihnen eine intensive Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft zugrundeliegt und die Anregungen von dort wirklich ernst genommen werden.

Erfolg bringen nur solche Maßnahmen, die von den Betroffenen für notwendig und realisierbar gehalten werden. Dazu bedarf es vieler Ideen, vieler Gespräche, viel Überzeugungsarbeit. Zumutungen werden nicht ausbleiben. Änderungen unseres Lebenstils werden kommen müssen. Und ebenso mehr Nachdrücklichkeit an die Adresse von Politik und Industrie. Es wird sich zeigen, ob das neue Gremium den notwendigen „Biss“ hat, der zu den dringenden Veränderungen führt.

 

06 2019 Wiehler Dorfgespräche- Wo drückt der Schuh?

Wo drückt der Schuh? – Die Grünen luden zum Gespräch in den Wiehler Ortsteilen

Beim den fünf „Dorfgesprächen“ haben wir vor allem zugehört: Wo gibt es Probleme? Wo können wir Dinge verändern?

Ganz oben auf der Liste steht die Mobilität. Die Angebote des ÖNVPs werden vielfach als unzureichend empfunden. Wo Verbesserungen (Wiehl-Gummersbach) eingeführt wurden, sind andere Verbindungen noch schlechter geworden (Wiehl-Waldbröl). Die Vorschläge drehen sich um neue Radwege, Bürgerbusse, die Wiehltalbahn und um die als unzureichend empfundene Sicherung von Fussgängern und Radfahrern (Tempobeschränkungen). Wir wollen daran klärend und fordernd weiter arbeiten. Etliche Anträge und Anfragen sind auf den Weg gebracht.

Sorgen bereitet die Erschließung neuer Gewerbeflächen. Wie kann berechtigten Industrieinteressen entsprochen und zugleich die Belange des Umweltschutzes berücksichtigt werden? Wir setzen vor allem auf Industriebebauung im Rahmen vorhandener Flächen, fordern deutlich transparentere Planungs- und Vergabeverfahren und mehr interkommunale Lösungen. Wiehl hat mehr Ein- als Auspendler: Wir stehen weiter für die Förderung erschwinglichen Wohnraums.

Wie kann man die Vermüllung reduzieren? Wie sich gegen Abholzen wehren? Wir unterstützen Wiehler, die hier initiativ werden. Das Idelswäldchen blieb stehen, die Platanen am Hemplatz ebenso. Die „Dorfgespräche“ werden im Herbst fortgesetzt. Unsere Fraktions- und OV-Sitzungen stehen jedem Interessenten offen, auch solchen, die uns keinesfalls wählen würden. Termine: www.gruene-wiehl.de

 

02 2019 Verkehrsberuhigung

Tempo 30 in den Ortskernen der Bergdörfer  und Tempo 50 zwischen Alferzhagen und Merkausen

Zwei von vielen Anregungen aus dem ersten „Dorfgespräch“ der Grünen im Gasthaus „Zum Löwen“ Marienhagen. Wir wollten wissen, welche konkreten Vorschläge die Bürger der Bergdörfer haben, um das Klima vor Ort zu schonen.

Mobilität: Wir waren uns einig, dass der ÖPNV mehr genutzt würde, wenn es ein besseres Angebot gäbe und die Ziele direkter angefahren würden.

Ein Radtrasse durchs Wolfssiefener Tal wurde von unserem Fahrradexperten Jürgen Körber vorgeschlagen und detailliert diskutiert.
Es sollte auch leichter werden, Fahrräder in den Bussen mitzunehmen.
Wir stellten die Bürgerbuslinie vor, die hoffentlich bald, nach Überprüfung der Haltestellen durch das Wiehler Ordnungsamt, nach Wiehl starten kann.
Eishalle, Schwimmbad, gelegentlich auch der Wiehlpark sollten besser ereichbar sein, denn der Bus sollte nicht nur für Senioren, sondern für ALLE von Nutzen sein (Discobus).
Mehr Sicherheit für Schulkinder ergäbe ein Tempolimit auf der K57, ebenso in den Ortskernen um die Lärm- und Umweltbelastung zu verringern.

Grundsätzlich sind sich alle einig, dass ein Umdenken stattfinden muss. Muss ich jederzeit im eigenen Auto überall hinkommen? Mobilität muss anders werden!

Thematisiert wurden schließlich auch die fehlenden Mülleimer im öffentlichen Raum und Fragen der Photovoltaik

Unser nächstes Dorfgespräch findet statt: Freitag, 8.3.2019, 19.30 Uhr in der „Grünen Scheune“ in Drabenderhöhe.Thema ist u.a. die Gewerbeflächenplanung der Stadt Wiehl